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Depression
Wer hatte nicht schon einmal Stimmungsschwankungen? Liegt kein tief greifendes Problem vor, fangen sich die meisten Menschen nach kurzer Zeit selbst wieder. Im Gegensatz dazu bleiben die Stimmungstiefs depressiver Menschen über Wochen, Monate oder sogar Jahre bestehen. Wie Diabetes oder Herzerkrankungen ist die Depression eine ernst zu nehmende Erkrankung und kann sich unbehandelt progressiv verschlechtern. Man rechnet heute, dass ca. 1/10 der Bevölkerung zumindest depressive Phasen durchläuft. Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach den verschiedenen Depressionsarten:
Psychogene oder reaktive Depression
Die psychogenen Depressionen sind in der Regel auf kurz- oder langfristig einwirkende Umweltereignisse zurückzuführen. Das bedeutet, dass auch die Betroffenen selbst einen Grund für ihre Erkrankung erkennen können. Zu dieser Gruppe gehören alle reaktiven Depressionen und Störungen der seelischen Erlebnisverarbeitung. Oft resultiert sie aus traumatischen Ereignissen wie eheliche Trennung oder Jobverlust.
Somatogene Depression
In dieser Gruppe werden Depressionen, die mit einer organischen Erkrankung oder mit hormonellen Veränderungen in Verbindung stehen, zusammengefasst, z.B. Menopause, Epilepsie, Schlaganfall, Schilddrüsenunterfunktion, Infektionskrankheiten, Wochenbett.
Endogene Depression
Bei den endogenen, den von innen kommenden Depressionen, finden sich alle Formen, die scheinbar ohne erklärbare Ursache auftreten. Die Betroffenen fühlen sich dann auch "grundlos" krank. Die Ursachen dieser Depression sind noch unbekannt. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass Stoffwechselstörungen als mit verursachend auftreten. Endogene Depressionen treten familiär gehäuft auf. Zu ihnen gehören u. a. Melancholie, manisch-depressive Psychosen, primäre Depression, Schwermut u. a.
Antidepressiva
Die meisten heute eingesetzten Antidepressiva imitieren einen Neurotransmitter oder verteilen existierende Neurotransmitter neu. Dadurch wird eine symptomatische Entlastung erreicht, ohne die Gesamtmenge der Neurotransmitter zu verändern. Da sie aber nicht in der Lage sind, eine Balance zwischen den Neurotransmittern herzustellen, ist ihre Effektivität oft limitiert. Vor allem dann, wenn der Neurotransmitter-Vorrat unter einen kritischen Wert fällt, werden Antidepressiva oft wirkungslos. Deshalb hilft es oft auch nicht, das Antidepressivum zu wechseln.
Die Therapie mit Neurotransmittervorstufen - individuelles Stufenprogramm
Durch fortschrittliche Methoden in der Diagnostik wie dem Neurostress-Test ist es jetzt möglich, alle relevanten Neurotransmitter zu erfassen. Zeigt die Laboranalyse Dysbalancen auf, entwickelt Ihr Arzt oder Therapeut in enger Kooperation mit auf diesem Gebiet führenden Wissenschaftlern ein individuelles therapeutisches Konzept, um das bestehende Ungleichgewicht der Neurotransmitter auszugleichen und die gesundheitlichen Störungen langfristig zu beheben. Durch Kombination moderner Diagnostik und einem individuell auf den Patienten zugeschnittenen Therapieplan kann den Betroffenen nebenwirkungsfrei auf sanfte, natürliche Art geholfen werden.
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